Die Bildungs- und Kulturkommission (BKK) braucht für ihre Entscheide zu den Basler Museen umfassende Informationen insbesondere zur finanziellen Situation der kantonalen Museen und zur kantonalen Museumsstrategie. Solange zu diesen Punkten keine Gesamtperspektive vorliegt, wird sie keine regierungsrätlichen Vorlagen zu den Museen mehr verabschieden.

Die öffentliche Diskussion über die Basler Museen war in den letzten Tagen und Wochen geprägt von kolportierten Problemen und Ansprüchen gegenüber dem Kanton: Für das Kunstmuseum stelle sich die Frage, wie es die Finanzierungslücke eines angeblichen strukturellen Millionendefizits schliessen solle, das durch den Betrieb des Erweiterungsbaus entstanden sei; das Antikenmuseum laufe Gefahr, durch den geplanten Umzug an die Augustinergasse ein statisch ungeeignetes Gebäude zu erhalten; und die Existenz mehrerer privater, aber kantonal unterstützter Museen stehe wegen des Wegfalls von Bundesgeldern in Frage.

Die BKK bedauert die aufgekommene Unruhe, die ihrer Einschätzung nach nicht zuletzt deshalb entstanden ist, weil eine Gesamtperspektive auf die Museen fehlt. Um zukunftsweisende Entscheidungen fällen und nicht mehr bloss Einzelmassnahmen treffen zu können, braucht auch die Kommission die Kenntnis genauer Zahlen, konkreter Planungen und der kantonalen Strategie. Aus diesem Grund fordert sie den Regierungsrat auf, in diesen Punkten sehr schnell für Klarheit zu sorgen, und hat einstimmig beschlossen, bis auf Weiteres keine regierungsrätlichen Vorlagen zu den Museen mehr zu verabschieden.

Weitere Auskünfte

Franziska Reinhard, Vizepräsidentin BKK
Tel. 076 490 95 92