In einem Milizparlament sind die Gewählten keine Berufspolitikerinnen und -politiker, sondern sie üben ihr Amt als Nebenamt aus. Der Basler Grosse Rat ist – wie alle Parlamente der Schweiz, auch das Bundesparlament in Bern – ein Milizparlament.

Die Idee des Milizsystems ist es, dass die Parlamentsmitglieder als Volksvertretung möglichst in der Bevölkerung und im Erwerbsleben verwurzelt bleiben. Anders als beim Berufsparlament soll sich keine vom Volk abgehobene politische Eliteklasse bilden.

Die Mitglieder des Grossen Rates erhalten für ihr Engagement nur eine Entschädigung sowie Sitzungsgelder. Davon müssen sie einen Teil als Mandatsabgabe wieder an ihre Partei abtreten.

Weil die Komplexität und die Menge der politischen Geschäfte in allen Parlamenten zunehmen, gerät das Milizsystem zunehmend unter Druck. Insbesondere auf Bundesebene gibt es im National- und Ständerat immer mehr Profi-Politiker.

 

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