Mit der neuen Präsidentin Elisabeth Ackermann und der neuen Statthalterin Dominique König-Lüdin ergibt sich im Grossen Rat erstmals ein weiblicher Doppelvorsitz.  Erstmals weiblich präsidiert wurde das Basler Parlament 1975.

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Frauenpower im Grossen Rat © Juri Weiss 

 

Die Anzahl Frauen, die vor ihnen auf dem Präsidentenstuhl Platz nehmen konnten, ist noch überschaubar. Vor Elisabeth Ackermann (rechts im Bild) schafften es die Grossrätinnen Gertrud Spiess (CVP, 1975), Marie-Agnes Massini (LDP, 1979), Monika Schib-Stirnimann (SP, 1990), Margrit Spörri (SP, 1997), Beatrice Inglin-Buomberger (CVP, 2004), Brigitta Gerber (GB, 2007) und Annemarie von Bidder (EVP, 2010) an die Spitze des Grossen Rates. 

Das diesjährige weibliche Doppelpräsidium des Grossen Rates fällt in ein kleines Jubiläumsjahr: Vor vierzig Jahren - 1975, im von der UNO ausgerufenen «Jahr der Frau» -nahm im Grossratssaal erstmals eine Frau auf dem Hochsitz Platz; neun Jahre, nachdem Basel-Stadt (1966) als erster Deutschschweizer Kanton das kantonale Wahlrecht eingeführt hatte. 

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Die erste Ratspräsidentin Gertrud Spiess (Bild) war, wie die neue Ratspräsidentin und die neue Statthalterin, von Beruf Lehrerin.

Der Grosse Rat kann sich insofern einer Pionierrolle rühmen, als dass Gertrud Spiess 1975 als erste Frau ein Deutschschweizer Kantonsparlament präsidierte. Sie hatte schweizweit nur eine «Vorgängerin»: im Kanton Genf.

 

 

  

Text: Eva Gschwind, Parlamentsdienst 

Quellen: Grossratspräsidien seit 1875; Sammlung biographischer Ausschnitte Staatsarchiv BS.

Fotos: Juri Weiss, Staatskanzlei BS; Staatsarchiv BS, BSL 1013 2-1607 1 (Hans Bertolf)

 

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