Bereits seit einigen Jahren bietet der Grosse Rat Jungjournalistinnen und -journalisten an, während eines halben oder ganzen Tages im Grossen Rat zu schnuppern. Radio-X Novizin Claire Micallef hat an der ersten Ratssitzung des Jahres vom Angebot Gebrauch gemacht und sich von Ratsbüromitglied Christian Egeler ins Parlamentsgeschehen einführen lassen.

Grossrat Christian Egeler im Gespräch mit einer jungen Journalistin. Im Hintergrund ist der Grossratssaal zu sehen.
© Juri Weiss/bs.ch

Wie ein langjähriger Profi sitzt sie zusammen mit weiteren Journalisten in der Medienbank des Grossratssaals und tippt in ihren Laptop. Schliesslich soll aus dem ersten Besuch im Basler Parlament gleich ein Radiobericht, und zwar zur Wahl der neuen Grossratspräsidentin Dominique König*, entstehen.

Claire Micallef (24), seit April 2015 Praktikantin und nun Volontärin bei Radio X, findet den Einblick «megaspannend». Live sei Politik halt doch anders. Und die genauen Abläufe würden klarer.

Zuvor ist sie von Grossrat und Ratsbüromitglied Christian Egeler (FDP) reich dokumentiert, mit einem temporären Zutrittsbadge ausgestattet und dann während einer knappen Stunde im Rathaus herumgeführt worden. Auch einen Kaffee im Rathauskäffeli gab es. «Ich konnte so viele Fragen stellen, wie ich wollte», so die Jungjournalistin, die sich im Moment in der Lokalpolitik wohl fühlt, später aber doch von einer Karriere im Auslandjournalismus träumt.

Angebot gilt auch für gestandene Medienschaffende

Natürlich hat auch der Grosse Rat ein Interesse, den Medienschaffenden – als den primären Multiplikatoren – das Basler Politikgeschehen mit seinen Mechanismen näher zu bringen. Er macht das Angebot eines Schnuppertags allen Regionalredaktionen und beispielsweise auch Absolventen der Schweizer Journalistenschule MAZ. Selbstverständlich sind auch schon etwas gestandenere Journalistinnen und Journalisten willkommen.

Erforderlich ist eine Anmeldung einige Tage vorher beim Parlamentsdienst.

* Der Beitrag vom 13. Januar ist als Postcast auf Radio X zu hören: «Politspecial».

Text Eva Gschwind/Parlamentsdienst

 

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