WAK lehnt «Sammlungszentrum-Initiative» einstimmig ab



Die Wirtschafts- und Abgabekommission (WAK) des Grossen Rates lehnt die Volksinitiative «für die Einrichtung eines Sammlungszentrums im Rundhofgebäude der Messe Basel» einstimmig ab und will ihr auch keinen Gegenvorschlag gegenüberstellen. Die Kommission folgt damit der Empfehlung des Regierungsrates.

Die Initiative will die Hebelschanze hinter dem Bernoullianum vor Überbauung verschonen; dort plant der Kanton einen Neubau für den Sonderbestand der Universitätsbibliothek. Stattdessen soll der Kanton, als Ankeraktionär und wichtigster Geldgeber der MCH Group, im Rundhofgebäude der MCH Group ein zentrales Sammlungszentrum mit Depots und Werkstätten für das Historische Museum, das Staatsarchiv und die Universitätsbibliothek einrichten.

Die WAK hat erhebliche Zweifel daran, ob das Rundhofgebäude den komplexen Anforderungen an ein modernes und nachhaltig betreibbares Sammlungszentrum gerecht werden kann. Zudem dürfte der Eigentümer der Halle deren Umnutzung im Wege stehen. Für die WAK ist mit dem Standort Hebelschanze eine sachgerechte Lösung für den Sonderbestand der Universitätsbibliothek in Planung. Der Bedarf des Staatsarchivs werde durch den Bezug eines Neubaus im Jahr 2028 auch abgedeckt sein. Kritisch würdigt die Kommission, dass das Initiativkomitee auf einen direkten Dialog verzichtet hat.

Der Grosse Rat behandelt die Initiative in der Maisession.

Sie finden den Bericht hier:

Bericht der Wirtschafts- und Abgabekommission zur kantonalen Volksinitiative «für die Einrichtung eines Sammlungszentrums im Rundhofgebäude der Messe Basel

 

Webmitteilung Parlamentsdienst