Präsidiales
Grossratspräsidentin Gianna Hablützel-Bürki hat an der Basler Bundesfeier auf dem Bruderholz die 1. August-Ansprache gehalten. Nicht Höhenfeuer würden die Schweiz ausmachen, sagte sie in Anspielung auf die in diesem Jahr abgesagte Tradition: «Ein Feuer kann ausbleiben. Doch das, was unser Land seit Jahrhunderten trägt, darf nie erlöschen.» Eine Frage sei grösser als jedes Feuer: «Was hält unser Land seit mehr als siebenhundert Jahren zusammen?» Es seien nicht die Berge, Grenzen oder Institutionen, so die Grossratspräsidentin. Sondern die Menschen, die füreinander einstehen, und zwar auch bei unterschiedlichen Meinungen. Sie seien der eigentliche Reichtum der Schweiz.
Die neue Grossratspräsidentin Gianna Hablützel-Bürki hat heute ihre Antrittsrede gehalten und das neue Amtsjahr eröffnet. In den Mittelpunkt ihrer Rede stellte sie Gedanken zu wichtigen Werten und zur Rolle des Parlaments. Als ehemalige Profisportlerin habe sie früh gelernt: «Ein starkes Team lebt von unterschiedlichen Stärken, von unterschiedlichen Charakteren - und davon, dass alle breit sind, für ein gemeinsames Ziel Verantwortung zu übernehmen.»
Ratspräsident Balz Herter hat seine Schlussrede vor dem Grossen Rat gehalten. Er knüpfte an sein Jahresmotto «Brücken bauen» an und mahnte, dass dieser Auftrag gesellschaftlich wie politisch dringend bleibe: «Wenn die Töne schriller werden und die Geduldsfäden kürzer, dann ist es die nobelste Aufgabe der Politik, das Verbindende über das Trennende zu stellen.» Der scheidende Präsident blickte auf zahlreiche Begegnungen seines Amtsjahres mit tausenden stillen Brückenbauerinnen und Brückenbauern zurück – ohne sie würde das Bauwerk Basel Risse bekommen. Auch der Grosse Rat habe gezeigt, dass politischer Diskurs trotz unterschiedlicher Meinungen von Anstand und Respekt getragen sein könne. Er blicke mit tiefer Dankbarkeit auf sein Amtsjahr und mit der beruhigenden Erkenntnis: Die Brücken in Basel halten. Dennoch gelte: «Tragen wir Sorge zu Basel. Bauen wir weiter.»